JU@gamescom 2014

17. September 2014

Über 700 Aussteller auf 140.000 m² Ausstellungsfläche, 335.000 Besucher, 31.500 Fachbesucher und 6.000 Journalisten. Das sind die Rahmendaten, der diesjährigen gamescom, die vom 13. bis zum 17. August 2014 in Köln stattfand. Zum sechsten Mal fand damit die wichtigste Messe der europäischen Computer- und Videospielindustrie in der nordrhein-westfälischen Metropole statt. Zum sechsten Mal war auch die Junge Union Deutschlands als einzige politische Jugendorganisation an Bord, um die zumeist jugendlichen Gamer anzusprechen und diesmal unter dem Motto „Datenschutz im Fadenkreuz?“ für die Positionen der JU zu werben. Die Resonanz war äußerst positiv und die Flyer (und Gummibärchen) wurden JU-Organisationsreferentin Johanna Fahling, JU-Landesvorstandsmitglied Lars Vogeler und den Helfern der JU Köln regelrecht aus den Händen gerissen. Dabei war der JU-Stand in Halle 9.1 auch Anlaufpunkt für zahlreiche JU- und CDU-Prominenz, wie JU-Landesvorsitzenden Paul Ziemiak und die Kölner CDU-Landtagsabgeordnete Serap Güler.

In diesem Jahr nahm auch die, erst 2013 ins Leben gerufenen, Kommission „Netzpolitik und Neue Medien“ der Jungen Union Deutschlands unter der Leitung von Henrik Bröckelmann, die gamescom zum Anlass, sich näher mit dem Thema „Games“ zu beschäftigen. Auf einem Fachbesucherrundgang, der vom Veranstalter der Messe, dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e. V. (BIU), angeboten wurde, konnten die Kommissionsmitglieder sich selbst einen Eindruck über die Spielebranche verschaffen. Nach der Vorstellung der neuen Konsolengeneration im vergangenen Jahr standen dabei auf der diesjährigen Messe vor allem die neuen, fantastischen Spielewelten im Fokus, die erstmals von den Spielern selbst ausprobiert werden konnten. Beeindruckt waren die JU’ler davon, dass die Gamer teilweise lange Wartezeiten für das Ausprobieren in Kauf nahmen und dass das Spielen – ganz entgegen der gängigen Klischees – für viele Besucher vor allem ein großes Gemeinschaftserlebnis ist. So wurden auf der gamescom zum Beispiel Wettbewerbe zwischen verschiedenen Teams vor Publikum ausgetragen.

In der anschließenden Diskussion mit Thorsten Unger, Geschäftsführer des zweiten großen Branchenverbandes „GAME Bundesverband e.V.“, und Prof. Jörg Müller-Lietzkow vom Lehrstuhl für Medienorganisation und Mediensysteme der Universität Paderborn und zugleich Sprecher des netzpolitischen Vereins cnetz e.V. ging es vor allem um die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Spielebranche. Auch wenn sich der Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt nur sehr schwer beziffern lässt, waren sich beide Referenten dabei einig, dass die Branche in Deutschland zumeist noch sehr stiefmütterlich behandelt würde und Entwicklungspotenzial habe. Dabei ginge die Bedeutung der Spielindustrie weit über die eigene Branche hinaus, weil Innovationen aus der Games-Branche in anderen Bereichen, wie etwa der Bildung, der Visualisierung oder bei Mensch-Maschine-Interfaces, genutzt werden könnten. Auch die Politik müsse diese Bedeutung anerkennen und etwa in Forschung und Lehre zu Computerspielen investieren. Henrik Bröckelmann versprach abschließend Unterstützung: „Die Junge Union wird auch künftig für eine größere gesellschaftliche Anerkennung und Akzeptanz von Computerspielen werben und weiter auf deren kulturelle, bildende und künstlerisch wertvolle Funktion hinweisen.“

Artikel für die Biss 35 (Heft 2/2014).

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