Mehr Wagniskapital für Gründer sichern!

19. August 2013

Zu den Plänen von Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler zur Wiederbelebung des Neuen Marktes erklären der netzpolitische Sprecher der Jungen Union, Henrik Bröckelmann, und die mittelstandspolitische Sprecherin, Katharina Wolff MdHB:

„Die Junge Union steht hinter den Plänen des Bundeswirtschaftsministers den Neuen Markt wiederzubeleben. Ziel muss es sein, die Wachstumsfinanzierung junger innovativer Unternehmen in Deutschland zu verbessern.

Auf dem Höhepunkt des Neuen Marktes im Jahr 2000 wagten mehr als 140 Unternehmen in Deutschland den Börsengang. Im vergangenen Jahr schrumpfte diese Zahl auf acht. Vielen neu gegründeten Unternehmen fehlt nicht nur der Zugang zu einer Frühphasenfinanzierung. Es mangelt insbesondere an der notwendigen Anschlussfinanzierung. Ein leichterer Zugang innovativer Firmen zum Kapitalmarkt durch die Wiederbelebung des Neuen Marktes kann Abhilfe schaffen.

Die Junge Union spricht sich dafür aus, Start-ups einen leichteren Zugang zu Wagniskapital zu ermöglichen. Investitionen für Business Angels und Venture Capital Fonds sollen leichter, transparenter und steuerlich vorteilhaft gestaltet werden. Die zu restriktive Regelung zur Nutzung des Verlustvortrags bei Beteiligungen bei neu gegründeten Unternehmen muss gelöst und die grundsätzliche Umsatzsteuerpflicht von Verwaltungsgebühren der Investmentfonds abgeschafft werden. Wertmindernde Klauseln bei der Ermittlung des Unternehmenswertes sollen berücksichtigt werden. Zudem plädiert die Junge Union für die Gleichsetzung von in- und ausländischen Investoren bei Streubesitzanteilen zugunsten der bisherigen Regelung für nationale Investoren aus, um mehr Wagniskapital nach Deutschland zu holen. Die Einrichtung eines Börsenplatzes speziell für High-Tech-Start-up-Unternehmen muss geprüft werden. Als Vorbild kann die Warschauer Börse und Handelsplatz „New Connect“ gelten. Dieser zeigt mit 88 Börsengängen im Jahr 2012, wie ein neuer Markt 2.0 funktionieren kann.

Die Internetwirtschaft ist eine Zukunftsbranche in Deutschland. Ihr Wachstum ist überdurchschnittlich. Als größter politischer Jugendverband in Europa steht die Junge Union für klare Positionen in der Netzpolitik. Diese werden wir vom 21. bis 25.08.2013 mit jungen Leuten auf der ‚gamescom‘ in Köln diskutieren.

Damit Deutschland weiter vom Wachstum der digitalen Wirtschaft profitiert, sind junge, innovative Start-ups notwendig. Die Junge Union möchte Deutschland zum digitalen Marktführer in Europa machen. Die Wiederbelebung des Neuen Marktes ist dabei ein erster Schritt.“

Pressemitteilung vom 19. August 2013.

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