Das Problem des Peer Steinbrück…

… sind nicht seine Vorträge oder seine Aufsichtsratmandate.

Das Problem des Peer Steinbrück ist seine (Un-)Glaubwürdigkeit:

In der Pressekonferenz nach seiner Nominierung durch den SPD-Parteivorstand am 1. Oktober 2012 (!) kündigte er an, das Aufsichtsratsmandat bei der ThyssenKrupp AG niederzulegen und keine honorarpflichtigen Vorträge mehr zu halten.

 

 

Doch warum sagt er dann den Vortrag bei der schweizerischen Sarasin-Bank erst dann ab, wenn es zu Ermittlungen gegen diese Bank kommt? 

Und warum wird erst gestern mitgeteilt, dass er zum Jahresende aus dem Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG ausscheidet? Just zu dem Zeitpunkt, wo ThyssenKrupp wegen eines Jahresverlustes von 5 Milliarden Euro in die Schlagzeilen gerät und wo erste Journalisten wie zum Beispiel Handelsblatt-Chefredakteur Gabor Steingart in seinem Morning-Briefing vom 11.12.2012 auch die Verantwortung des Aufsichtsrates für dieses Ergebnis zu hinterfragen beginnen?

Das Problem des Peer Steinbrück sind nicht seine Vorträge und seine Aufsichtsratsmandate an sich, sondern sein Umgang damit und der bleibende Eindruck, dass Wort und Tat hier nicht übereinstimmen.

Ob es da hilft, wenn sich der Kandidat, der mehr als tausend Euro Stundenlohn für Vorträge erhalten hat, gleichzeitig aber für die Deckelung von Managergehältern eintritt, sich nun das Thema Gerechtigkeit auf die Fahnen schreibt? Ich glaube nicht.

 

 

Veröffentlicht von

Henrik Bröckelmann

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