#cnetz ist da – ein zusätzlicher Bohrkopf für die Unions-Netzpolitik!

2. April 2012

Ich gebe ja zu, dass ich nach der Debatte um den Handelsblatt-Artikel eines Unions-Bundestagsabgeordneten, nach dem Beschluss zum Leistungsschutzrecht im Koalitionsausschuss und auch nach einem Gespräch mit einem nicht unbedeutenden Vertreter der Regierungskoalition zum Thema Netzpolitik mal wieder etwas frustriert war, was die Netzpolitik der Union angeht.

„Wann schaffen wir es endlich als Gesamtpartei, einen chancenorientierten Blick auf das Netz zu wagen, statt hinter jedem HTML-Code einen Kriminellen zu sehen?“ war meine Frage. Statt uns in virtuellen Schützengräben zu vergraben, sollten wir uns als Union die Netzsicht Papst Benedikt XVI. zu eigen machen, so meine Vorstellung:

„Ich möchte jedenfalls (…) dazu einladen, sich zuversichtlich und mit verantwortungsbewusster Kreativität im Netz der Beziehungen zusammenzufinden, das das digitale Zeitalter möglich gemacht hat. Nicht bloß um den Wunsch zu stillen, präsent zu sein, sondern weil dieses Netz wesentlicher Bestandteil des menschlichen Lebens ist. Das Web trägt zur Entwicklung von neuen und komplexeren Formen intellektuellen und spirituellen Bewusstseins sowie eines allgemeinen Wissens bei.“

Papst Benedikt XVI.
Botschaft zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel vom 24. Januar 2012 

Wohlwollend und chancenorientiert – ohne die Risiken auszublenden, so soll die Netzpolitik der Union aussehen. „Konservativ sein, heißt an der Spitze des Fortschritts stehen“ sagte schon Franz-Josef Strauß zu Recht.

Doch in solch frustrierenden Momenten, muss ich mich selbst immer wieder an etwas erinnern, was ich vor ein paar Monaten mal gebloggt habe: Netzpolitik in der Union ist eben das leise Bohren dicker Bretter und nicht die Schlagbohrmethode.

Seit heute haben wir Unions-Netzpolitiker einen zusätzlichen Bohrer für dieses leise, kontinuierliche Bohren im Repertoire: Das cnetz ist da!

Cnetz hat sich in der vergangenen Woche in Berlin gegründet und ist der Verein für Netzpolitik im christdemokratischen Vorfeld. Die Gründungsversammlung hat Thomas Jarzombek und Peter Tauber, die das Projekt maßgeblich vorangetrieben haben, zu Sprechern gewählt. Ich bin – mit vielen anderen – dabei, weil ich glaube, dass die christdemokratischen Grundwerte Freiheit und Verantwortung gerade für die Netzpolitik eine gute Gestaltungsgrundlage bieten. Cnetz ist neben den schon bestehenden Akteuren eine gute Plattform, dieses intern und extern immer und immer wieder deutlich zu machen. Cnetz wird die netzpolitische Debatte bereichern.

 

Der erfolgreiche offizielle Start heute war dabei nur der Anfang:

 


Ich freue mich auf hoffentlich viele Weitere, die mitmachen wollen (Mitgliedsantrag). Vor allem freue ich mich auf viele spannende inhaltliche Debatten, mit denen wir der Union und der Netzpolitik insgesamt unseren Stempel aufdrücken werden. Denn das Netz hat mehr zu bieten als Seeräuber und  Maskenmänner!

 

Das cnetz im Internet: http://c-netz.info/

Das cnetz bei Twitter: https://twitter.com/c_netz

 

 

 

 

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