Junge Union: Scientology weiter beobachten – Bundesregierung muss Verbot prüfen!

17. Januar 2012

Zur Diskussion um die weitere Beobachtung und ein mögliches Verbot der Psychoorganisation Scientology erklären die stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Nina Warken, und der gesellschaftspolitische Sprecher der Jungen Union, Henrik Bröckelmann:

„Scientology ist, anders als die Eigendarstellung suggerieren will, keine Religionsgemeinschaft, sondern eine Organisation, die zum Zwecke der Profitgenerierung ihre eigenen Mitglieder psychologisch und finanziell ausbeutet. Dabei schreckt Scientology auch nicht vor verfas-sungsfeindlichen Methoden zurück. Ziel ist neben der Gewinnmaximierung der Umsturz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Deutschland und die Etablierung eines eigenen Herrschaftssystems auf Basis der ideologischen Vorstellungen des Gründers L. Ron Hubbard. Da es sich um eine Organisation von totalitärem Charakter handelt, deren Ziele und inneren Strukturen dem Menschenbild des Grundgesetzes widersprechen und die gezielt versucht, politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen in Deutschland zu unterwandern, ist eine Überwachung durch die Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern weiterhin dringend geboten. Der Vorstoß des bayerischen Staatsministers des Innern für ein Verbot von Scientology ist vor diesem Hintergrund ebenfalls zu begrüßen.

Bereits in den 1990er Jahren beschäftigte sich die Junge Union intensiv mit den Auswirkungen der totalitären Organisation. In einer Informationsbroschüre mit dem Titel „Seelenriss“ warnte die JU vor den selbsternannten Heilsbringern von Scientology und gab Tipps, wie sich junge Menschen gegen die Verlockungen der falschen Propheten schützen können. Daraufhin schaltete Scientology in einer großen US-Zeitung eine ganze Anzeigenseite gegen die Junge Union.

Ein konkretes Resultat der kritischen Auseinandersetzung mit Scientology ist unter anderem der Unvereinbarkeitsbeschluss, den der JU-Bundesvorstand einstimmig verabschiedet hat. Demzufolge schließt eine Mitgliedschaft in Scientology die Aufnahme in die Junge Union aus.“

 

Pressemitteilung der Jungen Union Deutschlands vom 17. Januar 2012

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