Weg mit dem AStA oder zumindestens: Weg mit dem allgemeinpolitischen Mandat! – Update

20. Mai 2011

Der AStA der Uni Münster ruft in einer Newsletter-Mail zur Teilnahme an der nächsten Anti-Atom-Demo auf. Ich hab mal spontan folgendes geantwortet und werde wahrscheinlich vergeblich auf eine Antwort aus dem Häuschen „Links vom Schloß“ warten.

Hallo AStA,

ich bin der Meinung, dass ihr Euch zunächst einmal um die Belange der Studierenden kümmern solltet, statt zu solchen Demonstrationen mit allgemeinpolitischem Hintergrund aufzurufen.

– Warum sind z.B. die meisten Toiletten an der Uni unsauber und stinken!
– Warum haben wir in Münster imme noch keine umfassende Studentenkarte (inkl. Semesterticket, Studentenausweis, Bibliotheksausweis, Copy- und Mensakarte)?
– Warum ist der „Sozialbeitrag“ (als Zwangsbeitrag) für AStA, Studentenwerk und Hochschulsport so hoch?

Das sind eigentlich die Fragen, die mich als Student viel mehr interessieren, als Eure bekloppte Anti-Atom-Demo (, die wohlmöglich noch mit Geld aus meinem Semesterbeitrag finanziert wird.)!

Verwunderte Grüße

Henrik Bröckelmann
Update (26.05.2011):
Inzwischen hat der AStA-Vorsitz (unerwarteterweise und auch noch recht freundlich) geantwortet. Für die Toiletten sei das Gebäudemanagement zuständig, die umfassende Studicard sei an anderen gescheitert und der Sozialbeitrag sei gut angelegt. Außerdem würde die Anti-Atom-Demo nur unterstützt und andere Themen vorrangig bearbeitet. Wie gesagt, eine freundliche Antwort, die mich aber auch nicht wirklich weiter bringt. Ein „Service-AStA“ sieht anders aus.
Außerdem wurde die Rektorin mittlerweile von anderer Seite aufgefordert, dem AStA künftig zu untersagen, politische Aufrufe über den E-Mail-Verteiler zu versenden. Die zuständige Dezernentin für Akademische Angelegenheiten und Studienreform hat zugesagt, solche Mails künftig zu unterbinden.

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