Junge Union: Scientology nicht verharmlosen – Gefährlichkeit der Organisation bewusst machen!

22. Januar 2009

Anlässlich des Kinostarts des Films „Operation Walküre“ am heutigen Tag mit dem bekennenden Scientologen Tom Cruise in der Hauptrolle und vor der Ausstrahlung der Sendung „Wetten dass ..?“ mit ihm als Gast am kommenden Samstag, erklären der medienpolitische Sprecher der Jungen Union Deutschlands, Daniel Walther, und ihr kirchenpolitischer Sprecher, Henrik Bröckelmann:

„Am heutigen Donnerstag startet in Deutschland der Film ‚Operation Walküre‘ über die Widerstandsbewegung des 20. Juli gegen das nationalsozialistische Regime und über Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der das Attentat auf Adolf Hitler verübt hat. Wegen der Besetzung dieser Hauptrolle mit dem hochrangigen Mitglied der Scientology-Organisation, Tom Cruise, waren bereits die Dreharbeiten im Sommer vergangenen Jahres umstritten. Scientology ist eine als Kirche getarnte Wirtschaftsorganisation, die mit Methoden der psychischen Beeinflussung und Kontrolle sowie der Überwachung und Drangsalierung von Mitgliedern und ‚Abtrünnigen‘ ihre wirtschaftlichen und politischen Interessen durchsetzt.

Aus diesem Grund darf auch beim Filmstart von ‚Operation Walküre‘ das Bewusstsein für die Gefährlichkeit der Scientology-Organisation nicht verloren gehen. Scientology verfolgt in ihrer Öffentlichkeitsarbeit eine Strategie der Verschleierung und versucht, eine Tendenz zur Verharmlosung von Scientology in Öffentlichkeit und Medien gezielt zu fördern. Zu dieser Strategie gehört insbesondere auch die Nutzung prominenter Persönlichkeiten, die Mitglieder von Scientology sind, in den Medien.

Die Junge Union möchte daher daran erinnern, dass Scientology eine Organisation von totalitärem Charakter ist, deren Ziele und innere Strukturen dem Menschenbild des Grundgesetzes widersprechen und die gezielt versucht, politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen in Deutschland zu unterwandern. Aus diesem Grund wird die Scientology-Organisation vom Verfassungsschutz beobachtet. Um besonders junge Menschen vor der Gefahr durch Scientology zu warnen, werden von der Jungen Union immer wieder Kampagnen gegen Scientology und ihre Propaganda geführt. Dies geschieht auch aus Anlass des Filmstarts von ‚Operation Walküre‘ zum Beispiel durch den Bezirksverband der Jungen Union Lüneburg.

Umso bedauerlicher ist es, dass in der ZDF-Sendung ‚Wetten dass ..?‘ zum wiederholten Male durch unkritische Einladung eines prominenten Scientologen, wie diesmal Tom Cruise, eine kostenlose und harmlos wirkende Propagandaplattform für Scientology zur Verfügung gestellt wird. Dass dies ausgerechnet im Zusammenhang mit der filmischen Erinnerung an einen Akt des Widerstandes gegen das nationalsozialistische Regime in Deutschland geschieht, zeugt vom fehlenden politischen und historischen Bewusstsein der verantwortlichen Redaktion.“

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