Junge Union: Jede Spätabtreibung ist eine zu viel!

Zur Debatte über eine gesetzliche Neuregelung von Spätabtreibungen erklärt der stellvertretende Vorsitzende der Kommission Gesellschaftspolitik der Jungen Union Deutschlands, Bundesvorstandsmitglied Henrik Bröckelmann:
 
„Angesichts der gestiegenen Anzahl der Spätabtreibungen in Deutschland ist eine gesetzliche Neuregelung dringend notwendig. Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes werden dreimal mehr Kinder nach Beginn der 20. Schwangerschaftswoche, in der sie außerhalb des Mutterleibs bereits lebensfähig sind, abgetrieben als bislang bekannt. Aus Sicht der Jungen Union herrscht daher dringender Handlungsbedarf, das ungeborene Leben besser zu schützen. Jede Spätabtreibung ist eine zu viel!
 
Die Union muss daher auf Einhaltung des Koalitionsvertrages drängen, in dem vereinbart wurde zu prüfen, ,ob und gegebenenfalls wie die Situation bei Spätabtreibungen verbessert werden kann‘. Dass die SPD sich hier erneut einer konstruktiven Lösung verweigert, ist ein Verstoß gegen den Koalitionsvertrag. Die Sozialdemokraten erweisen sich gerade bei dieser sensiblen Thematik als unzuverlässig.
 
Die Junge Union hat sich bei ihrem Deutschlandtag im vergangenen Jahr für ein Verbot der Spätabtreibungen ausgesprochen. Ausnahmen sollen nur bei Vergewaltigung oder Lebensgefahr der Mutter zulässig sein. Zugleich muss die psychologische Schwangerenberatung für Mütter in Notsituationen deutlich gestärkt und ausgebaut werden. So müssen die staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberater dazu verpflichtet werden, Schwangere umfassend über die Gefahren einer posttraumatischen Störung infolge einer Abtreibung aufzuklären. Eltern, die ein behindertes Kind erwarten, sollten zudem schon während der Schwangerschaft staatliche Hilfe erhalten. Auch die umfangreichen Möglichkeiten zur Adoptionsfreigabe müssen besser bekannt gemacht werden.
 
Entscheidend ist, dass der Schutz des Lebens auch weiterhin Priorität für die Union hat. Aus dem ,C‘ unseres Parteinamens ergibt sich für uns in diesen elementaren Fragen der Ethik eine besondere Verpflichtung.“

Veröffentlicht von

Henrik Bröckelmann

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