Die Musik in Deutschland von oben 3 – Stadt

Screenshot: ZDF: Deutschland von oben 3 - Stadt

Screenshot: ZDF, Deutschland von oben 3 – Stadt

Wenn die Abrufzahlen dieses Blogs plötzlich massiv ansteigen, ist es wahrscheinlich, dass mal wieder “Deutschland von oben” läuft. Derzeit läuft Staffel 3 im ZDF, bei ZDF neo und in der ZDF mediathek. Schon bei den letzten Staffeln hatte mich mit Hilfe von Shazam eine Soundlist erstellt. Dies habe ich dies Mal wieder versucht. Hier mein Ergebnis.

Über Rückmeldungen, Kommentare und Ergänzungen bin ich wie auch über Likes, Tweets und Flattrs – wie immer – dankbar. 

Intro: 
Steve Jablonsky: “Arrival to Earth” aus “Transformers: The Score”
http://itunes.apple.com/de/album/arrival-to-earth/id265018176?i=265018693

Regensburg, Füssen, Landsberg, … Nordkirchen …:
Tom Tykwer: “Travel to Edinburgh” aus “Cloud Atlas”
https://itunes.apple.com/de/album/travel-to-edinburgh/id574518857?i=574518865

Essen, Düsseldorf, Dortmund, Hamburg, Bäcker:
Cliff Martinez: “Where’s the Deluxe Version” aus “Drive”
https://itunes.apple.com/de/album/wheres-the-deluxe-version/id454879420?i=45487945

Bäcker, Hamburg, Berlin
Thomas Newmann: “Horizon 12.2″ aus “Wall-E”
https://itunes.apple.com/de/album/horizon-12.2/id283262970?i=283263128

Autos, Frankfurt, Ruhrgebiet, München
Massive Attack “One Thought at a time” aus “Danny the Dog”
https://itunes.apple.com/de/album/one-thought-at-a-time/id44342129?i=44341980

Berlin
Daft Punk: “End of Line” aus “Tron”
https://itunes.apple.com/de/album/end-of-line/id404391362?i=404391460

Düsseldorf
Alexandre Desplat: “The Heroic Weather-Conditions of the Universe, Part 1: A Veiled Mist” aus “Moonrise Kingdom”
https://itunes.apple.com/de/album/heroic-weather-conditions/id527156062?i=527156230

Medienhafen Düsseldorf …
Craig Armstrong: “Helicopter Reveal” aus “Wall Street – Money Never Sleeps”
https://itunes.apple.com/de/album/helicopter-reveal/id474672140?i=474672182

Altstadt Düsseldorf …
Alexandre Desplat: “The Heroic Weather-Conditions of the Universe, Part 1: A Veiled Mist” aus “Moonrise Kingdom”
https://itunes.apple.com/de/album/heroic-weather-conditions/id527156062?i=527156230

München-Grünwald, Hamburg Blankenese …
konnte bisher nicht herausgefunden werden

Hamburg, Alster …
Rupert Gregson-Williams: “Graduation” aus “Bee Movie”
https://itunes.apple.com/de/album/graduation/id266932773?i=266932812

Hubschrauber, Staus
Daft Punk: “End of Line” aus “Tron”
https://itunes.apple.com/de/album/end-of-line/id404391362?i=404391460

Flugzeug, Stauforscher
Christophe Beck: “Theme from the Hangover”
https://itunes.apple.com/de/album/theme-from-hangover-feat./id445708493?i=445708497

Frankfurt I
konnte bisher nicht herausgefunden werden

Frankfurt II – Entwicklung
“Klavierthema”
konnte bisher nicht herausgefunden werden

Frankfurt III – Entstehung
Alexandre Desplat: “The Heroic Weather-Conditions Of The Universe, Part 3: The Salt Air”
https://itunes.apple.com/de/album/heroic-weather-conditions/id527156062?i=527156233

Aachen
Boris Salchow feat. Neue Philharmonie Westfalen: “Evangelical” aus “Deutschland von oben – Der Film”
https://itunes.apple.com/de/album/evangelical-feat.-neue-philharmonie/id540853429?i=540853682

Pfalzen
Peter Jarvis and His Drum Corps: “Camp Ivanhoe Cadence” aus “Moonrise Kingdom”
https://itunes.apple.com/de/album/camp-ivanhoe-cadence-medley/id527156062?i=527156064

Bamberg und weitere Pfalzen
Thema aus “The Adventures of Robinson Crusoe”
https://itunes.apple.com/de/album/adventures-robinson-crusoe/id309955492?i=309955600

Wuppertal
konnte bisher nicht herausgefunden werden

Dampflok, Eisenbahnen, Bahnhöfe
konnte bisher nicht herausgefunden werden

Ruhrgebiet
James Newton Howard: “Looking For Arthur” aus “Michael Clayton”
http://itunes.apple.com/de/album/looking-for-arthur/id264779883?i=264779918

Zechen
Massive Attack “One Thought at a time” aus “Danny the Dog”
https://itunes.apple.com/de/album/one-thought-at-a-time/id44342129?i=44341980

Industriekultur
Shostakovich: Jazz Suite
https://itunes.apple.com/de/album/suite-no.-2-for-jazz-orchestra/id339076656?i=339077913

Lüneburg, etc. 
Ennio Morricone: “Rabbia E Tarantella”
https://itunes.apple.com/de/album/rabbia-e-tarantella/id341628285?i=341628293

Hannover 
Thomas Newman: “Bubble Wrap” aus “Wall-E”
http://itunes.apple.com/de/album/bubble-wrap/id283262970?i=283262987

Wolfsburg
Archive: “Main Bridgee” aus “Michel Vaillant”
https://itunes.apple.com/de/album/main-bridge-plus-sound-design/id297906833?i=297906851

Wolfsburg II – Wasserschloss, VW
konnte bisher nicht herausgefunden werden

München, Bremen, Hamburg, Symbole, Kölner Dom 
Greg Edmonson: “Nate’s Theme 2.0″ aus “Uncharted 2: Among Thieves”
http://itunes.apple.com/de/album/nates-theme-2-0/id333046316?i=333046799

München, Abend
Boris Salchow: “Jahreszeiten” aus “Deutschland von oben – Der Film”
https://itunes.apple.com/de/album/jahreszeiten-feat.-neue-philharmonie/id540853429?i=540853639

Abspann 
Steve Jablonsky: “Arrival to Earth” aus “Transformers: The Score”
http://itunes.apple.com/de/album/arrival-to-earth/id265018176?i=265018693

Der Bärendienst der Grünen

Am Pfingstsonntag (19. Mai 2013) erschien in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung der Artikel “Ein Triumph der Päderasten”. Reiner Burger weist darin nach, dass es – anders als bisher von den Grünen behauptet – einen Beschluss der Grünen gibt, der eine Straffreiheit von sexuellen Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern fordert.

Neben dem Herumschwurbeln in Bezug auf die eigene Parteivergangeheit, durch diejenigen, die sonst immer gerne den moralischen Zeigefinger erheben, und der Schilderung, dass offensichtlich Kinder in der Debatte instrumentalisiert wurden, um den Beschluss herbeizuführen, hat mich dabei vor allem eins erschüttert:

Offensichtlich haben die Grünen nie eine Grenze zwischen Pädophilie und Homosexualität gesetzt. Es gab eine AG “Schwule und Päderasten”, die von Partei und Fraktion mit finanziellen Mitteln gefördert wurde.

Ja, ich bin froh, dass es mittlerweile keinen § 175 mehr gibt, der Homosexualität unter Strafe stellt. Ja, ich bin froh, dass in Deutschland mittlerweile jeder seine Homosexualität ausleben kann. Sicherlich hat dazu auch die sexuelle Revolution der 1968er mit beigetragen. Insofern ist es gut, wenn Gesellschaft sich auch weiterentwickelt und sich korrigiert.

Aber auch wenn ich kein Entwicklungspsychologe bin, bin ich auch froh, dass Pädophilie von der Gesellschaft geächtet wird und sexuelle Handlungen von Erwachsenen mit Kindern unter Strafe gestellt sind. Es ist gut, dass unser Staat damit den Reifeprozess der des Menschen schützt.

Es ist doch ein Unterschied, ob ein erwachsener Mann seine Homosexualität (genauso wie jeder heterosexuelle Mann) ausleben kann und darf oder ob ein Kind, welches sich in der Entwicklung befindet und heranreift, welches seine Persönlichkeit, seinen Charakter, seine Sexualität gerade erst ausbildet, zu sexuellen Handlungen mit Erwachsenen genötigt wird. Nicht umsonst ist doch die “sexuelle Reifwerdung”, die Pubertät, der Abschluss des kindlichen Reifeprozesses und nicht der Beginn.

Ob man hetero oder homo ist, ist ein Merkmal unter vielen Merkmalen, die einen Menschen ausmachen. Sowohl unter Schwulen als auch unter Heterosexuellen gibt es Menschen, die sich mehr oder weniger sexuell ausleben wollen. Und es gibt eben auch homo- und heterosexuelle Menschen, die dabei die Grenzen des moralisch und rechtlich vertretbaren überschreiten und die Kinder selbstsüchtig und krankhaft für die Auslebung ihrer eigenen Sexualität missbrauchen und sie damit ein Leben lang schädigen.

Wenn man nun – wie die Grünen es offensichtlich lange Zeit getan haben – Homosexualität und Pädophilie in einen Topf wirft, vermischt man grundverschiedene Dinge. Unter dem Vorwand der sexuellen Befreiung erweisen die Grünen Homosexuellen damit einen Bärendienst.

Daher wird es dringend Zeit, dass die Grünen diesen Teil ihrer Geschichte aufarbeiten und sich klar von dieser Vermischung distanzieren. Ansonsten machen sie weiterhin die (wenigen) homophoben Kräfte in der Gesellschaft salonfähig, die Homosexualität ablehnen und für die Homosexualität und Pädophilie in engem Zusammenhang stehen.

Auch die schwule Community täte gut daran, diese Aufklärung und dieses Bekenntnis von den Grünen einzufordern. Diejenigen, die mit ihrer Kritik immer ganz vorn dabei sind, wenn Debatten über die Gleichstellung in der CDU nicht zu dem erhofften Ergebnis führen und die CDU- und FDP-Verbände von CSDs ausschließen, diejenigen, die in Volker Beck ihren größten Vorkämpfer sehen, sind in dieser Debatte merklich still.

Religionsfreiheit wahren – syrische Bischöfe freilassen!

Zur Entführung des syrisch-orthodoxen Erzbischofs von Aleppo, Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und seines griechisch-orthodoxen Amtsbruders Boulos Yazigi, des Erzbischofs von Aleppo und Iskenderum, erklären der Bundesvorsitzende der Jungen Union Philipp Mißfelder MdB und der kirchenpolitische Sprecher, JU-Bundesvorstandsmitglied Henrik Bröckelmann: »Die Verfolgung von Christen hat mit dem Überfall auf den syrisch-orthodoxen Erzbischof von Aleppo, Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und seinen griechisch-orthodoxen Amtsbruder Boulos Yazigi, den Erzbischof von Aleppo und Iskenderum, einen neuen, schrecklichen Höhepunkt erreicht. Die brutale Entführung der orthodoxen Würdenträger durch syrische Rebellen ist durch nichts zu rechtfertigen und muss umgehend beendet werden. Zugleich gedenken wir dem Fahrer der Bischöfe, der beim Angriff getötet wurde. Dem syrischen Bürgerkrieg, von Seiten des Assad-Regimes, aber auch der Rebellen unerbittlich und mit aller Härte geführt, fallen in jüngster Zeit vor allem Christen zum Opfer. Obwohl die beiden entführten Geistlichen zu Mäßigung und Frieden aufgerufen haben, wurden sie zur Zielscheibe islamistischen Hasses. Das berechtigte Anliegen, ein despotisches und verbrecherisches Staatsregime zu stürzen, darf nicht dazu führen, religiöse Minderheiten anzugreifen und vor dem Hintergrund des Bürgerkrieges zu verfolgen. Dies schadet massiv dem Ansehen der syrischen Opposition hierzulande und weltweit. Religionsfreiheit ist ein elementares Menschenrecht und bildet damit auch den Prüfstein für alle Aktivitäten, die die Bundesrepublik Deutschland im Konflikt erwägt. Die Junge Union Deutschlands begrüßt in diesem Zusammenhang das Engagement des Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder MdB. Konsequent und mit Nachdruck setzt sich Kauder immer wieder für die Interessen christlicher Minderheiten in arabischen Gesellschaften ein. Wir schließen uns seinem Appell an die Rebellen an, die christlichen Würdenträger unverzüglich frei zu lassen!«

http://www.junge-union.de/content/presse/mitteilungen/1430

In die Falle getappt: Claudia Roth und die deutsche Staatsbürgerschaft

Claudia Roth - PressefotoIch mag Claudia Roth ja auch nicht. Fast hätte ich mir daher sogar vorstellen können, dass die Meldung, Roth wolle die deutsche Staatsbürgerschaft abschaffen, stimmt. Seit ein paar Tagen taucht die Meldung, die mir irgendwie bekannt vorkam, wieder in meiner Facebook-Timeline auf. Zumeist versehen mit empörten Kommentaren, der zumeist christdemokratischen Bekanntschaften in meiner Filterbubble.

Doch: “Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!”

Natürlich stimmt die Meldung ganz offensichtlich nicht. Skepsis ist schon bei dem Link, unter welchem die Meldung aktuell verbreitet wird, geboten. Weil ich nicht noch weiter auf diese obskuren Seiten aufmerksam machen möchte, verlinke ich hier nichts und nenne keine Namen. Doch wer sich den Link zum Blog dieser “Arbeitsgemeinschaft” einmal anschaut, wird gleich sehen, dass da irgendetwas nicht stimmen kann. Unter dem Datum 8. Januar 2013 ist die Meldung veröffentlicht. Als Quelle ist ein weiterer Blog (mit Datum 4. Januar 2013) angegeben. Nach ein bisschen Recherche und dank Google landet man irgendwann bei einer total inkorrekten Plattform, wo die Ursprungsmeldung am 1. April 2009 - ach deshalb kam mir das bekannt vor – veröffentlicht wurde. Ein ziemlich schlechter Aprilscherz, wie ich finde. Aber auf dieser Plattform werden unter dem Deckmantel “für Grundgesetz und Menschenrechte” einzutreten, anscheinend täglich solche Platitüden und Stereotype in die Welt gesetzt.

Auch beim Datum hätte man schon Fragen stellen können. Der Beitrag wurde auf der aktuell im Umlauf befindlichen Seite am 8. Januar 2013. Angeblich habe Claudia Roth die Forderung am Rande eines Berliner Parteitages der Grünen erhoben. Ich kann mich nicht erinnern, dass Anfang Januar ein Parteitag der Grünen in Berlin stattfand. Und auch hier hilft Google weiter. Der letzte Berliner Parteitag der Grünen in war 2009. Der nächste ist erst Ende April 2013.

Zu guter Letzt könnte man auch einfach mal Google News (oder sein politisches Gespür und Gedächtnis) bemühen und sich fragen warum offensichtlich kein etabliertes Medium die Meldung aufgegriffen hat? Die absurde Forderung wäre sicher etwas für die Tagesschau und erst recht die Bildzeitung gewesen und hätte zu einer breiten Debatte geführt. Warum kann man sich daran nicht mehr erinnern? Muss doch um den 8. Januar gewesen sein?

Mir liegt es fern, Claudia Roth und die Grünen in Schutz zu nehmen. Aber ich diskutiere mit denen lieber über Forderungen, die sie wirklich erhoben haben. Für seltsame Aprilscherze obskurer Plattformen, die noch Jahre später im Netz rumschwirren kann selbst Claudia Roth nichts.

Als netzpolitisch interessierter kann ich den Begriff “Medienkompetenz” zwar manchmal  nicht mehr hören. Doch, dass wir mehr davon brauchen, zeigen neben dem skizzierten Fall auch zwei weitere Beispiele aus den letzten Tagen: Da taucht ein persönliches Profil namens Helmut Kohl auf Facebook auf und fragt gezielt Unionsleute als Freunde an. Nach wenigen Tagen hat das Personenprofil hunderte Freunde, darunter selbst Minister und Abgeordnete. Glaubt irgendjemand wirklich, dass der kranke und alternde Helmut Kohl noch mit Social Media anfängt?

Wenige Tage später tauchte unter dem Motto “Drei Päpste auf einem Bild” ein Foto mit Johannes Paul II., Kardinal Joseph Ratzinger und einem weiteren Bischof auf, der angeblich Kardinal Bergoglio (der heutige Papst Franziskus) sein soll. Eine kurze Recherche ergibt, dass das kaum möglich sein konnte. Johannes Paul II. und Joseph Ratzinger sehen auf dem Foto, was zudem noch schwarz-weiß ist, sehr jung aus.  Bergoglio wurde aber erst spät Weihbischof (1992). Schließlich stellte sich heraus, dass das Foto von 1983 und der angebliche Kardinal Bergoglio der venezolanische Erzbischof Rosalio Jose Castillo Lara war.

Wir sollten also nicht auf jede kleine Falle, die uns das digitale Leben so stellt, gleich hereinfallen. Mit ein wenig gesundem Menschenverstand, einer Prise Skepsis und Googles wunderbaren Recherchemöglichkeiten kann man die Fallen ganz leicht umgehen.

Instagram und Facebook wieder verbinden

Gestern hatte ich ein kleines Problem mit Instagram und Facebook auf meinem iPhone. Wenn ich ein Foto mit Instagram von meinem iPhone 5 auf Facebook teilen wollte, bekam ich jedes Mal die folgende Fehlermeldung:

Facebook-Anmeldung fehlgeschlagen
Stelle sicher, dass du Instagram die Verwendung von Facebook gestattest hast. Gehe dazu zu iOS-Einstellungen > Facebook.

Weder eine Neuinstallation von Instagram auf dem iPhone noch ein Ein- und Ausschalten der Berechtigung für Instagram in den iOS-Facebook-Einstellungen konnten das Problem beheben.

Nach einigem Hin und Her gab es eine einfache Lösung:

Ich habe einfach per Browser auf dem PC (also nicht über die App) auf meinen Facebook-Account zugegriffen. Hier habe ich die Instagram-App aufgerufen und dort den Button “Sent to mobile” gedrückt. Wenige Sekunden später bekam ich eine Bestätigung auf mein iPhone, dass Instagram “ready” ist und ich es nutzen kann. Ab sofort funktionierte das Teilen von Fotos aus der Instagram-App auf Facebook wieder.

Hier noch einmal alles in Bildern:


 

 

Wer kennt den Unterschied zwischen Wetter und Klima?

1962_48420751579_3334_n[1]Er ist’s

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde leise kommen.
-Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bists!
Dich hab ich vernommen!

(Eduard Mörike)

 

Ja, es ist Ende März, Frühlingsanfang war vor ein paar Tagen und es ist bald Ostern. Und was macht das Wetter?Es war in den letzten Tagen echt kalt. Vor ein paar Tagen hatten wir auch in Münster noch Schnee. Der aktuelle Warnlagenbericht des Deutschen Wetterdienstes (24.03.2013, 16:00 Uhr) meldet Schneeverwehungen im Harz, etwas Schneefall an der Ostsee und strengen Frost von -15 Grad im Osten, Norden und im mittleren Deutschland.

Kaum ist es mal ein paar Tage etwas kälter oder es fällt mal wieder eine Menge Schnee, kommen die Klimawandelskeptiker dieser Welt aus ihren Löchern. Sie meinen dann, in Schneemassen oder Kältewelle einen Beweis dafür zu finden, dass es sich beim Klimawandel um eine Erfindung von panischen Klimaforschern, von den Vereinten Nationen oder gar von grünen Ideologen handelt.

Mich nervt dieses “Geschrei” und ich frage mich jedesmal, ob die Empörten im Erdkundeunterricht nicht aufgepasst haben. Denn es besteht durchaus ein Unterschied zwischen dem (kurzfristigen) Wetter und dem (langfristigen) Klima. Das Max-Planck-Institut für Meteorologie definiert den Unterschied bezugnehmend auf die Weltorganisation für Meteorologie hier so:

“Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) definiert das Klima als die Statistik des Wetters über einen Zeitraum, der lang genug ist, um diese statistischen Eigenschaften auch bestimmen zu können. Während das Wetter den physikalischen Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort beschreibt, ist Klima erst dann richtig gekennzeichnet, wenn die Wahrscheinlichkeit für Abweichungen vom Mittelwert angegeben werden kann, also auch Extremwerte Teil der Statistik sind. Zur Beschreibung des Klimas wird in der Regel eine Zeitspanne von 30 Jahren als Bezugszeitraum herangezogen.”

Wenn man diesen Unterschied mal verstanden hat und sich man sich mal die Temperaturreihen der letzten Jahrzehnte anschaut, kann es gar keinen Zweifel daran geben, dass sich das Klima wandelt. Der Trend ist glasklar: Es wird wärmer. Temperaturreihe Deutschland, 30 und 10 jährig geglättet

Deshalb: Man kann ja gerne darüber diskutieren, ob der Klimawandel durch menschliches Handeln induziert ist und ob eine Verhaltensänderung der Menschen diesen Wandel überhaupt aufhalten kann. Dass es den Klimawandel aber gibt, darüber will ich in Zukunft nicht mehr diskutieren, selbst dann wenn der Frühling auch im nächsten Jahr nicht pünktlich zum Frühlingsanfang “sein blaues Band” durch die Lüfte flattern lässt.

 

 

 

 

 

Verlage haben den Wandel verschlafen – Namensartikel für die FAZ-Medienseite

Ich stamme aus einer Kaufmannsfamilie. Sowohl die Familie meines Vaters, als auch die Familie meiner Mutter waren seit Generationen selbständige Einzelhändler in zwei kleinen Orten im Münsterland. Der Konkurrenzdruck und der Preiskampf durch Discounter und Ketten haben dazu geführt, dass diese Tradition vor wenigen Jahren zu Ende gegangen ist. Das war ein schwieriger Prozess für alle Beteiligten. Vielleicht hätten ein schnelleres Erkennen und eine entschlossenere Reaktion auf diesen Strukturwandel dazu geführt, die Familientradition auf eine andere Weise aufrecht zu erhalten. Aber meine Eltern wären niemals auf die Idee gekommen, bei einer staatlichen Stelle um Schutz für ihr Geschäftsmodell zu bitten.

Einen Strukturwandel gibt es auch in der Medienlandschaft. Die Verlage haben neue Konkurrenz durch eine vielfältige Informationslandschaft im Internet bekommen. Diesen Wandel haben die Verlage jedoch komplett verschlafen. Stattdessen haben sie ihre Inhalte gratis ins Netz gestellt. Die häufig beklagte „Gratismentalität“ haben sie damit – zumindest zum Teil – selbst befeuert. Neue Geschäftsmodelle muss man weiterhin mit der Lupe suchen. Oft werden lediglich die digitalen Abbilder der Printwerke ohne weiteren Mehrwert als App oder ePaper angeboten. Innovativ ist das nicht. Die Musikindustrie, die den digitalen Wandel selbst lange Zeit ignoriert hat, zeigt mit zahlreichen erfolgreichen Download- und Streamingportalen, dass Bezahlinhalte im Netz funktionieren. Allein die Downloads machen mittlerweile fast 20 % des Umsatzes aus. Der Umsatzabschwung konnte gebremst werden.

Statt die Chancen des Wandels zu ergreifen, sind die Presseverleger den zunächst für sie einfacheren Weg gegangen. Sie haben das getan, was sich meine Familie niemals getraut hätte, und haben bei der Politik um staatlichen Schutz für ihr Geschäftsmodell gebettelt. Die Politik hat sich gefügt und am vergangenen Freitag im Deutschen Bundestag das so genannte Leistungsschutzrecht verabschiedet. Dabei ist es geradezu skurril, dass ausgerechnet eine schwarz-gelbe Bundesregierung dem Betteln nachgegeben hat. Gegen den Rat namhafter Rechtsgelehrter und Volkswirte, nahezu der gesamten Internetwirtschaft, des BDI und von Journalistenverbänden wurde ein völlig sinnfreies Gesetz verabschiedet. Daran ändern auch die mit heißer Nadel gestrickten Änderungen nichts. Ganz im Gegenteil: Das Gesetz ist noch unbestimmter und damit noch komplizierter geworden.

Die Junge Union Deutschlands hat sich schon kurz vor der Verabschiedung des Koalitionsvertrages im Oktober 2009 grundsätzlich gegen das Leistungsschutzrecht gestellt. Wir bleiben bei dieser entschiedenen Ablehnung.

Das Gesetz ist vor allem aus ordnungspolitischer Sicht falsch. Es liegt schlicht kein Marktversagen vor, welches ein staatliches Eingreifen rechtfertigen würde. Auch ohne neues Schutzrecht sind die Leistungen der Presseverlage ausreichend durch das geltende Urheberrecht geschützt. Es ist jedem Anbieter unbenommen, den Zugang zu seinen Inhalten entgeltpflichtig zu beschränken. Eine Indizierung durch Suchmaschinen kann durch einfachste technische Mittel verhindert werden. Damit haben die Verlage also bereits eine Verhandlungsposition gegenüber den Suchmaschinenanbietern. Verhandlungen über die Lizensierung können also schon längst auf dem freien Markt stattfinden.

Ebenso ignoriert das Gesetz den Charakter des Internets: Das Netz lebt vom Austausch von Links und kurzen Textausschnitten, die in den Text einführen. Dies de facto zu beschränken, wird die Kommunikation im Netz behindern. Das ist nicht im Sinne von uns Nutzern.

Überdies wird das neue Recht einer weiteren Monopolisierung Vorschub leisten. Kleine Verlage und junge Startups werden kaum in der Lage sein, teure Lizenzverhandlungen und lange  Prozesse um die Auslegung des Leistungsschutzes zu führen. Stattdessen werden die ohnehin schon großen Verlage und Internetfirmen gestärkt.

Insgesamt ist das Leistungsschutzrecht also ein Angriff auf die freiheitliche und marktwirtschaftliche Architektur des Internets. Das Gesetz schafft nur eines: Rechtsunsicherheit. Es wird lange dauern, um juristisch zu klären, was „kleinste Textausschnitte“ sind. Wer aber in Innovationen investieren will, hat kein Interesse an teuren Prozessen. Das Gesetz wird damit zum echten Innovationshemmnis für Deutschland. Was bleibt, ist die für einen Unionspolitiker ungewöhnliche Hoffnung, dass Bundesrat oder Bundesverfassungsgericht diesen Unsinn korrigieren mögen.

Die entscheidende Frage, wie wir den digitalen Wandel als Gesellschaft gestalten wollen, bleibt aber auch weiterhin nicht beantwortet. Dazu gehört auch die Frage wie wir einen hochwertigen Journalismus, der für eine Demokratie überlebensnotwendig ist, auch in Zukunft gewährleisten können.

Auch für die Union bleibt eine Lehre: Wir dürfen Debatten darüber, wie wir den digitalen Wandel gestalten, nicht weiterhin den Rechtspolitikern überlassen. Wo war denn z.B. die  wirtschaftspolitische Stimme der Vernunft innerhalb der Union in der aktuellen Diskussion? Allein die Netzpolitiker haben sich zu Wort gemeldet und die Interessen der Nutzer vertreten. Sie sind leider nicht gehört worden. Netzpolitik darf für die Union aber nicht länger ein Orchideenthema bleiben, sondern muss zu einem eigenständigen Politikbereich werden. Es reicht nicht, unseren Bundesumweltminister als Twitterkönig zu feiern. Wir müssen den digitalen Wandel annehmen und gestalten. Netzpolitik ist Zukunftspolitik. Dies muss die Union endlich erkennen. Denn: So lange wir solche Gesetze beschließen, kann man sich die Klagen darüber, dass es kein deutsches Unternehmen von Weltformat, wie Google oder Facebook, gibt, sparen.

 

Henrik Bröckelmann ist netzpolitischer Sprecher der Jungen Union Deutschlands
Erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 6. März 2013

#nichtimmernurmeckern

Ich gebe es ja zu! Auch ich nutze Twitter gerne mal, um Luft rauszulassen, um zu meckern, um mich über irgendetwas aufzuregen. Immer wieder rege ich mich über die Politik oder einzelne Politiker auf, bei der Bahn hab ich mich über verspätete Züge beschwert und habe mich an O2  gewandt, um mich über ein schlechtes Netz zu beschweren. Doch lohnt es sich nicht auch, die vielen Kleinigkeiten im Alltag, die toll sind und über die wir uns freuen, zu teilen und mehr ins Blickfeld zu rücken?

Ich will das in den nächsten Wochen einmal versuchen und immer wieder unter dem Hashtag #nichtimmernurmeckern ins Blickfeld rücken. Ein kleines bisschen motiviert dazu hat mich Franziska, die am Aschermittwoch mit Ihrer Aktion #jedentageinegutetatextra startete:

Besserstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, ja bitte!

Neulich gab es bei uns im CDU-Kreisverband eine kleine Umfrage dazu, wie die Parteimitglieder zur derzeitigen Debatte um die Besserstellung von homosexuellen Lebenspartnerschaften stehen. Ich fand es gut, dass die Parteibasis befragt wird, bevor sich MdB und Kreisvorsitzender öffentlich positionieren. Meine Antworten auf die drei Kernfragen möchte ich hier einmal dokumentieren:

 

  1. Volles Adoptionsrecht auch für homosexuelle Lebenspartnerschaften – ja / nein?
  2. Soll die Koalition diese Frage bereits vor einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes entscheiden?
  3. Beibehaltung des Ehegattensplittings oder neues Familiensplitting?

 

Zu 1: 

Ich bin mittlerweile für ein Adoptionsrecht! Meines Wissens gibt es keine Studien (außer von irgendwelchen fundamentalen Pfingstlern aus den USA), die eine negative Auswirkung auf das Kindeswohl sehen, wenn sich zwei Männer oder zwei Frauen als „Eltern“ um die Kinder kümmern. Wichtig ist es doch, dass Kinder heute überhaupt feste Vertrauenspersonen haben. Warum machen wir homosexuelle Partnerschaften zu einem generellen Problem, heterosexuelle Partnerschaften sind zunächst mal kein Problem, weil es eben „normal“ ist? Sollten wir nicht viel mehr auf den Einzelfall gucken? Sind nicht andere Faktoren ausschlaggebend für das Kindeswohl als das Geschlecht der beiden Hauptbezugspersonen. (Ich rede ausdrücklich nicht von Eltern, weil das Wort ja auch für die biologischen Eltern steht.)  Warum müssen wir uns immer wieder über die Verwahrlosung von Kindern unterhalten? Ich muss nicht in Entwicklungsländer schauen, um zu sehen, dass es Kindern auch in heterosexuellen Partnerschaften sehr schlecht gehen kann. Es gibt andere, viel größere Probleme für das Kindeswohl, als eine verhältnismäßig überschaubare Anzahl von homosexuellen Paaren, die Kinder adoptieren wollen und wo Kinder dann mit zwei gleichgeschlechtlichen Bezugspersonen aufwachsen. (Hier mal ein Interview mit betroffenen Kindern, was ich dazu sehr interessant fand: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/39323/1/1).  Warum können wir nicht anerkennen, dass es eben auch sehr viele homosexuelle Partnerschaften gibt, in denen echte konservative Werte gelebt werden? Vertrauen, Verantwortung, Liebe, Bindungen, menschliche Wärme, Treue werden eben auch in vielen homosexuellen Partnerschaften gelebt und können hier an Kinder weitergegeben werden. Genauso übrigens wie es Untreue, Scheidungen, Streit etc. in hetero- und homosexuellen Partnerschaften geben kann, die auf das Kindeswohl einen schlechten Einfluss haben können.

 

Zu 2: 

Ja, denn die Politik hat einen Gestaltungsanspruch und darf nicht dauernd der Verfassungsgerichtsbarkeit hinterher laufen. Es ist evident, dass das Verfassungsgericht eine Besserstellung von homosexuellen Partnerschaften im Vergleich zum Ist-Zustand – wahrscheinlich sogar eine Gleichstellung mit der Ehe – fordern wird. Die Verfassung ist von 1949. Damals gab es noch so genannte § 175er. Heute sieht das zum Glück anders aus. Es ist klar, dass sich auch die Verfassungswirklichkeit, sprich die Politik, hier anpassen muss. Man mag es nun Zeitgeist nennen. Ich halte es für einen Fortschritt, wenn Homosexualität keine Straftat mehr ist und wenn jeder nach seiner Façon leben kann, solange er nicht in die Freiheit der anderen eingreift.

Ich sehe ein, dass es Bedenken gibt, dass der Bundesparteitag anders entschieden hat. Was ist der Entscheid eines Bundesparteitages da noch wert, mag man sich da fragen. Für jemanden wie mich, der häufig kritisiert hat, dass Parteitagsbeschlüsse nicht ernst genommen werden, ist das ein gewichtiges Argument. Es bleibt auffällig, dass dieser Einwurf erst jetzt kommt. Ich kann mich an zig Parteitagsbeschlüsse erinnern, die nicht ernst genommen wurden und werden. Als Beispiel seien nur die Leipziger Parteitagsbeschlüsse zu den Sozialsystemen und zum Steuersystem genannt. Die wurden niemals ernsthaft umgesetzt und wurden dann schon weit vor einem erneuten Parteitagsbeschluss faktisch einkassiert. Das Zitat „Leipzig ist tot“ von Jürgen Rüttgers hallt mir noch in den Ohren. Interessant ist es daher, dass das Argument „Parteitagsbeschluss“ erst jetzt einmal fällt und ausgerechnet bei einem Beispiel, wo zum Zeitpunkt des Beschlusses schon klar war, dass das BVerfG wohl anders entscheiden wird.

Zu 3: 

Zunächst einmal möchte ich nicht, dass dieses Thema unter dem Vorzeichen einer vermeintlichen Modernisierung und einer Annäherung an die Grünen diskutiert wird. Das Thema sollte inhaltlich diskutiert werden, ganz ohne strategische Vorzeichen.

Inhaltich bin ich der Meinung, dass die Union sich stärker darauf konzentrieren sollte, Kinder zu fördern. Abgesehen von der menschlichen Erfüllung durch Kinder (, die den Staat aber nicht so sehr interessiert), sind Kinder für das Überleben einer Gesellschaft und sie für die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme unabdingbar. Dabei ist es jedoch egal in welcher Form der Beziehung diese jetzt aufwachsen. Die CDU als Partei muss sich damit abfinden, dass viele Kinder auch in anderen Lebensformen als traditionellen Ehen aufwachsen. Kann es denn sein, dass das Ehegattensplitting als Teil der Familienförderung indirekt diejenigen Kinder bevorzugt, die in einer traditionellen Ehe aufwachsen? Deshalb finde ich die Idee des Familiensplittings richtig und gut. Es sollte also nach der Kinderzahl gesplittet werden. Natürlich wird die genaue Ausgestaltung (z.B. die Frage, welcher Elternteil, wann welchen Splittingfaktor in Anspruch nehmen kann) noch Schwierigkeiten bieten. Doch das halte ich für klär bar.

Abkoppeln davon würde ich die steuerliche Förderung von Partnerschaften. Der Staat hat ebenso etwas davon, wenn zwei Personen sich dazu entscheiden, dauerhaft Verantwortung füreinander zu übernehmen. Dabei ist es egal ob die Partner nun verschiedenen oder gleichen Geschlechts sind. Deshalb bin ich dafür, das bisherige Ehegattensplitting auch auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften auszuweiten. Dabei müsste dann aber der „Partnerschaftssplitting“-Faktor wohl gegenüber dem Ist-Zustand (Ehegattensplitting) gesenkt werden, weil es eine Umverteilung in Richtung „Familien-/Kindersplitting“ geben sollte.

Dieses Modell halte ich für konservativ, weil es Kinder und diejenigen die Verantwortung füreinander übernehmen fördert. Dabei ist es die Freiheit der Menschen, wie sie ihr Lebensmodell wählen.

 

Fazit

Nicht nur aus persönlichen Gründen, hat sich meine Einstellung zu den angesprochenen Fragen in den letzten Jahren sehr gewandelt. Sie hat sich gewandelt, genau wie die Gesellschaft sich wandelt und genau wie sich die Partei sich in dieser Frage m.E. auch wandeln sollte.

Dabei glaube ich überhaupt nicht mehr, dass sich dies mit meinem Christsein, meinem Katholischsein, aus dem sich mein politisches Engagement ja auch ableitet, widerspricht. (Hierzu auch ein guter Artikel von Andreas Püttmann in der Christ & Welt 9/2013)

Ich halte es da mit dem Katechismus: “Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; … Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen …”

Dass die Kirche natürlich noch viel mehr, das Idealbild einer „Mutter-Vater-Kind-Familie“ hochhält halte ich dabei für nicht falsch. Jedenfalls so lange sie den Auftrag des Katechismus der Toleranz nicht ignoriert, wie dies manche Kirchenvertreter tun oder ins Gegenteil einer himmelschreienden Doppelmoral verfällt, wie an den Missbrauchsskandalen der jüngsten Zeit zu sehen ist. Nur: Der Staat, die Politik ist eben nicht die Kirche und sollte die aktuelle Lebenswirklichkeit der Menschen anerkennen.

 

 

 

Junge Union: Respekt für einen großen Papst!

Anlässlich der Rücktrittserklärung von Papst Benedikt XVI. am heutigen Montag erklären der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder MdB, und der kirchenpolitische Sprecher der Jungen Union, Bundesvorstandsmitglied Henrik Bröckelmann:
„Die überraschende Entscheidung des Heiligen Vaters, am 28. Februar 2013 sein Amt als Oberhaupt der katholischen Kirche aus gesundheitlichen Gründen niederzulegen, verdient Respekt und Anerkennung. Der 85-jährige Pontifex, der sich immer als ‚bescheidener Arbeiter im Weinberg des Herrn‘ verstanden hat, zeigt damit wahre Größe und die Fähigkeit zur inneren Einkehr.
Fast acht Jahre lang hat der deutsche Papst Benedikt XVI. seine Kirche als großer Denker mit Weisheit und Demut geführt und wichtige Anstöße geben können. Dafür zollt ihm die Junge Union großen Dank. Sein Lebensthema, Glaube und Vernunft in Einklang zu bringen, hat ihn auch in seinem Pontifikat beschäftigt. Sein Bestreben um Aussöhnung zwischen der Kirche und dem Judentum sind ein wichtiges Zeichen im interreligiösen Dialog. Dieses gilt es auch unter dem künftigen Papst weiterzuführen.
Neben den drei Enzykliken werden uns auch die drei Besuche in seinem Heimatland in tiefer Erinnerung bleiben. Bei seinem ersten Besuch im Jahre 2005 stand das Treffen beim Weltjugendtag in Köln im Mittelpunkt. Auch viele JU-Mitglieder waren damals auf dem Marienfeld dabei und zeigten sich tief beeindruckt von der Begegnung mit den Hunderttausenden Jugendlichen und dem Heiligen Vater. Unvergessen bleiben auch seine bewegenden Worte vor dem Deutschen Bundestag bei seinem dritten Deutschlandbesuch 2011.
Die Junge Union wünscht dem Heiligen Vater von Herzen eine gesunde und gesegnete Zukunft.“